Umwelthaftpflichtversicherung (UHV)

Die Umwelthaftpflichtversicherung (UHV) ist eine Ergänzung zur betrieblichen Haftpflichtversicherung. Eine Betriebshaftpflichtversicherung schließt diese Ansprüche gemäß der Allgemeine Versicherungsbedingungen für die Haftpflichtversicherung (AHB) aus. Mit dieser Ergänzungsversicherung – UHV – werden Schäden durch Umwelteinwirkungen abgesichert.

Der Unternehmer bzw. Inhaber von bestimmten Anlagen/betrieblichen und nichtbetrieblichen Anlagen,  welche im Umwelthaftpflichtgesetz genannt werden, haften gem. des Umwelthaftpflichtgesetzes (UmweltHG) für die aufgekommenen Schäden durch unterschiedliche Umwelteinwirkungen, die durch diese Anlagen verursacht wurden. Das bedeutet, dass nicht alle Unternehmen eine Umwelthaftpflichtversicherung benötigen,  sie wird aber besonders benötigt, wenn das Unternehmen mit gefährlichen Stoffen arbeitet, wie zum Beispiel Chemiefirmen, Lageranlagen für gefährliche Stoffe, Produktionsanlagen, Bauunternehmen usw. Umweltschäden können beispielsweise durch Strahlen, Öl, Hitze, Dämpfe oder auch durch Lärm entstehen, welche in mehrfacher Hinsicht unangenehm für Mensch, Natur und Unternehmen werden können. Oftmals entstehen schnell hohe Kosten. Die hier dargestellten ersten Ansatzpunkte können grundsätzlich eine individuelle Beratung nicht ersetzen, da Haftungsumfang- und Haftungshöhe, verschiedenen individuellen oder betriebsbezogenen Tatsachen und Umständen unterliegen, welche einer Konkretisierung bedürfen.

Bei dem Umwelthaftungsgesetz handelt sich um ein Gesetz, welches auf die Gefährdungshaftung abstellt, das heißt, dass ein Verschulden des Anlagenbetreibers oder eine Rechtswidrigkeit vom Unternehmen keine Rolle bei der Haftungsfeststellung spielen. Lediglich im Falle der höheren Gewalt findet eine Haftungsentlastung statt.

Eine Umwelthaftpflichtversicherung gibt einen ausreichenden Versicherungsschutz für die Ansprüche aus den Schäden durch unterschiedliche Umwelteinwirkungen.