Unfallversicherung für Unternehmer und Freiberufler

Der Schritt in die Selbständigkeit unterliegt einigen Risiken. Neben den unternehmerischen und betriebswirtschaftlich gelagerten Risiken, sind es insbesondere auch unvorhersehbare Unfälle des Selbständigen die zu Problemen führen können, welche nicht nur den Betrieb sondern auch die Existenz der Familie gefährden können.  Der Unternehmer selbst, kennt das Verfahren für seine Mitarbeiter und Angestellten genau, denn diese muss er bei der zuständigen Berufsgenossenschaft anmelden und laufende Beiträge zahlen. Unternehmer und Freiberufler gehören jedoch nicht zwangsläufig/automatisch der gesetzlichen Unfallversicherung an. Es besteht hier eine Versicherungsfreiheit; vergleiche auch § 4 SGB VII (7. Sozialgesetzbuch). Die medizinischen aber auch außermedizinischen Angebote und Leistungen der gesetzlichen Berufsgenossenschaften im Hinblick auf Arbeits- und Wegeunfälle sowie bei Berufskrankheiten sind beachtlich. Einige wenige Gruppen von Unternehmern sind kraft Gesetzes, also ohne Antragstellung, in der gesetzlichen Unfallversicherung versichert; es besteht eine Pflichtversicherung für diese Gruppen. Hierzu gehören beispielsweise Selbständige, die im Gesundheitsdienst tätig sind, wie Logopäden, Hebammen, Physiotherapeuten aber auch Selbständige aus der Landwirtschaft; vergleiche auch § 2 SGB VII (7. Sozialgesetzbuch).

Die meisten Selbstständigen, Unternehmerinnen oder Unternehmer können sich freiwillig gegen die Folgen eines Arbeitsunfalls oder einer Berufskrankheit in der gesetzlichen Unfallversicherung oder eine private Unfallversicherung abschließen. Durch einen schriftlichen Antrag bei dem für Sie zuständigen „gesetzlichen“ Unfallversicherungsträger sichern Sie sich einen Versicherungsschutz mit umfangreichen Leistungen zur medizinischen Rehabilitation, zur beruflichen und sozialen Teilhabe sowie Pflege- und Geldleistungen, wobei sich die Höhe der Geldleistungen (beispielsweise Verletzten- und/oder Übergangsgeld sowie der Renten nach der vereinbarten Versicherungssumme richtet. Der Abschluss einer privaten Unfallversicherung bietet seine Vorteile u.a. im Versicherungsumfang, denn die private Unfallversicherung gilt in der Regel weltweit und  hat keine zeitlichen Einschränkungen. Die gesetzliche Unfallversicherung sichern nur Unfälle am Arbeitsplatz und/oder die Wegeunfälle ab. Die hier dargestellten ersten Ansatzpunkte im Hinblick auch auf eine private Unfallversicherung können grundsätzlich keine individuelle Beratung ersetzen, da die verschiedenen individuellen Tatsachen und Umstände beachtet und der individuell Versicherungsumfang festgestellt werden muss.

Hinweis: Die rechtliche Grundlage der freiwilligen Mitgliedschaft ist in § 6 SGB VII (7. Sozialgesetzbuch)  niedergeschrieben. Wenn Unsicherheiten bestehen, welcher Unfallversicherungsträger zuständig ist, besteht die Möglichkeit der telefonischen und kostenlosen Auskunftserlangung bei der der Gesetzlichen Unfallversicherung unter der Telefonnummer: 0800 / 60 50 40 4.